Tourismus im Aveyron Überblick
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Tourismus im Aveyron, France

Causses und Cevennen

 

Causses und Cevennen, bald Welterbe ?
 

Unter der Leitung von Jean Puech, haben sich die Departements Lozère, Gard, Hérault, Aveyron und Ardeche zu dem Verein « Association de Valorisation des Espaces des Causses et des Cevennes » (AVECC)  zusammengeschlossen, dessen Aufgabe darin besteht die Landschaften der Causses und der Cevennen  aufzuwerten. Ziel ist, von der UNESCO in die Liste des Welterbes aufgenommen zu werden und nach der erhofften Zulassung als Verwaltungsorgan dieser Auszeichnung zu dienen.

 
Menschen im Dienste der Natur
Cantobre  

Die grandiosen und abwechslungsreichen Landschaften der Kalkhochflächen der Causses und der Cevennen sind das Ergebnis einer gelungenen Zusammenarbeit von Natur und Mensch. In diese aus Bergen, Felsen, Wasser und Vegetation bestehende wild-natürliche Umgebung hat sich die hier lebende Bevölkerung integriert und harmonisch zur Gestaltung der Landschaft beigetragen.


Man unterscheidet vier Hauptelemente

Die Cevennen-Täler (Vallées Cévenols) mit charakteristischen Terrassen, einer Architektur aus Gneis, Kastanienwäldern und den Hinterlassenschaften der ehemals hier vorherrschenden Seidenraupenzucht.

Die Berge Mont-Aigual und Mont-Lozère mit Weiden und Sommeralmen, durchsetzt mit großen, im 19. Jh. angepflanzten Waldflächen und Granitarchitektur.

Die Causses, Kalkhochflächen deren Bild von jahrhunderte langer Schafzucht geprägt wurde und wo kleine architektonische Schätze sowie monumentale Bauwerke zu finden sind.

Die Täler und Schluchten, weitgehend terrassenförmig angelegt, auch hier findet man, wie auf den Causses die landestypische Kalkstein-Architektur.

 
Landschaften von der Geschichte geprägt
Montpellier le vieux  

Die ersten Besiedlungsspuren gehen zurück bis in die Frühgeschichte. Seit dem späten Mittelalter hat die ausgeprägte Entwicklung der Schafhaltung auf den Causses beträchtliche Veränderungen der Landschaft bewirkt. Nicht zuletzt trug die Ansiedlung der Orden der Templer und Johanniter zum Bekanntheitsgrad dieses Landstriches bei. Die Herstellung des Roquefort-Käses und die Lederindustrie von Millau sind althergebrachte Einnahmequellen und machen die Region selbst heute noch über ihre Grenzen hinaus bekannt.


Eine weitere wichtige Umformung der Landschaft hat zwischen der Moderne und dem 19. Jh. in den Cevennen stattgefunden. Mit Beginn der Seidenraupenzucht entwickelten sich auch die abgelegenen Täler dieser Berge und es entstanden Manufakturen und Ansiedlungen.

Nach einem "Dornröschenschlaf" von hundert Jahren erleben die Causses und die Cevennen seit den 70er Jahren eine ländliche Wiedergeburt, die den Schutz dieser einmaligen Landschaft, die es für zukünftige Generationen zu erhalten gilt, gewährleistet.

 
Lebensquelle Landwirtschaft und Viehzucht
Caves de Roquefort  

Das Landschaftsbild der Causses und der Cevennen ist selbst heute noch von der Weide-Wirtschaft geprägt, die in anderen Teilen des südlichen Europas längst einer modernisierten Landwirtschaft  zum Opfer gefallen ist.

Noch heute findet man die alten Viehwege (Draille), die diese Trockengras-Weiden durchziehen, die früher oft das einzige Bindeglied zwischen Hochflächen und Cevennen und dem Süden waren.

Dank der Zusammenarbeit der hier lebenden Menschen erfährt dieser Landstrich einen neuen Aufschwung: die Weideflächen werden wieder mehr und mehr genutzt, die Terrassen neu bepflanzt, bestehende Bauwerke restauriert und von neuen Generationen übernommen.

 

 
Eine respektierte und geschützte Hinterlassenschaft
Croix des Templiers  

Zu den landwirtschaftlichen Aktivitäten kommt der Tourismus hinzu. Hier gibt es vor allem für Naturliebhaber eine außergewöhnlich vielfältige Mischung aus Natur und Kultur zu entdecken und zu erleben.

Mehrere Einrichtungen haben sich den Schutz dieser Güter zur Aufgabe gemacht. Dem architektonischen Erbe wird  besonders viel Aufmerksamkeit geschenkt: viele alte Parzellen sind noch erhalten, Grenzsteine aus der Templer- und Johanniterzeit zeigen die Abgrenzungen ehemaliger Besitztümer auf. Alte Schaftränken, Ställe mit Gewölben und  Keller werden wieder mehr und mehr genutzt, Terrassen werden kultiviert und alte Verbindungswege freigelegt.


Gebäude renoviert man wieder mit den ursprünglichen natürlichen Materialien wie Gneis, Granit, Kalkstein und Kastanien- oder Eichenholz in traditionellen Techniken.

Dieses außergewöhnliche Erbe bildet für die Causses und Cevennen die Grundlage für die Hoffnung zur Aufnahme in das Welterbe der UNESCO. Ein fabelhafter Schatz, den wir gerne mit Ihnen teilen wollen.
 
 
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